Die Good Practice - Werkstatt Gesunde Kita...

 

... wurde speziell für Kita-Fachkräfte entwickelt, um anhand der zwölf Kriterien guter Praxis gemeinsam zu reflektieren, wie vorhandene Einzelaktivitäten und Projekte unter dem Thema "Gesundheitsförderung" so in das Konzept der Einrichtung eingebunden werden können, dass sie sich gegenseitig ergänzen und verstärken.

Ziel der Werkstatt Gesunde Kita...

... ist es, die Kita-Mitarbeiter/innen zu unterstützen, ihre Einrichtungen gemeinsam mit Kindern, Eltern, Mitarbeiter/innen und Trägern als gesundheitsförderliche Orte für Kinder und Erwachsene zu gestalten - und ganz im Sinne der Salutogenese (siehe rechts) nicht die Risikovermeidung in den Vordergrund zu stellen, sondern Schutzfaktoren für die Gesundheit zu stärken. Dabei stehen auch die Mitarbeiter/innen selbst und ihre arbeitsbedingten, gesundheitlichen Belastungen im Fokus der Betrachtung.

Mit einem Wechsel aus fachlichen Impulsen und kollegialem Austausch, vermittelt die Good Practice-Werkstatt Grundlagen der Gesundheitsförderung und ein Verständnis der Kriterien Guter Praxis.

Weiterhin wird die Relevanz der Kriterien für den Kita-Alltag gemeinsam diskutiert und Wege aufgezeigt, wie sie in diesen integriert werden können.

Und wie läuft die Werkstatt ab?

Die Werkstatt Gesunde Kita umfasst drei Werkstatt-Tage, die idealerweise innerhalb von 2-3 Monaten durchgeführt werden.

Fachliche Beiträge der Moderator/innen wechseln sich mit lebendigen Methoden wie beispielsweise Kleingruppendiskussionen, Partnerinterviews, Rollen- und Planspielen ab. Ziel ist ein gemeinsamer Reflexionsprozess darüber, wie die Good-Practice-Kriterien für die gesundheitsförderliche Entwicklung der Kita-Arbeit genutzt werden können.

Kennzeichnend für das Werkstatt-Konzept sind

  • Interesse, Offenheit, Akzeptanz und Wertschätzung
  • alltagsnahe Beispiele, Tipps und weiterführende Ideen werden im kollegialem Diskussionsprozess von den Teilnehmer/innen vorgestellt und entwickelt – die Werkstatt ist keine Handlungsanleitung zur Organisationsentwicklung hinsichtlich der Etablierung von Gesundheitsförderung, auch wenn sie einen solchen Prozess anregen möchte.
  • eine partnerschaftliche Haltung der Trainer/innen, die keine Patent-Rezepte verkünden, sondern zum Austausch und zur Selbstreflexion motivieren.
  • selbstbestimmte Entscheidungen der Teilnehmer/innen, was sie von ihren Einrichtungen und ihrer Arbeit berichten und welche Aspekte sie in ihren Einrichtungen umsetzen wollen.

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Weiterführende Informationen... 

...zur Good Practice-Werkstatt Gesunde Kita finden Sie auf der Internet-Plattform des

Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" unter:

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

 

Salutogenese

Das Wort „Salutogenese“ wurde vom amerikanisch-israelischen Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923-1994) geprägt. Entgegen der damaligen Tradition, Gesundheit bezüglich der Faktoren und Prozesse, welche Krankheit bedingen, zu diskutieren, widmet sich die Salutogenese den Faktoren und Prozessen, die Gesundheit erhalten und fördern.

Das Modell der Salutogenese beruht auf zwei Grundannahmen:

  1. dass Krankheiten eine normale Erscheinung im menschlichen Leben sind und nicht Abweichung von Normalität.
  2. dass Gesundheit und Krankheit Pole eines gemeinsamen Kontinuums sind.

Ziel ist es durch Gesundheitsförderung dem Pol der Gesundheit so nahe wie möglich zu kommen!